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Neu: Steuerberater als Restrukturierungsbeauftragte und Sanierungsmoderatoren

Seit dem 1. Januar 2021 können Steuerberater als gerichtlich bestellte Restrukturierungsbeauftragte oder als Sanierungsmoderatoren mit ihrer Fachkompetenz angeschlagenen Unternehmen in der Corona-Krise zur Seite stehen. Dies ist vor allem in diesen Zeiten essentiell, denn niemand kennt die Finanzen des Mandanten besser als der Steuerberater. So können sie bspw. die Krisenursachen analysieren, Sofortmaßnahmen einleiten, ein tragfähiges Restrukturierungskonzept erstellen oder die Mandanten bei Verhandlungen mit Stakeholdern begleiten. Durch Prüfung der bilanziellen Situation stellt der Steuerberater fest, ob die Sanierung des Unternehmens möglich ist oder eine Unterbilanz, eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit vorliegt oder droht. Derartige Tätigkeiten erfordern je nach Situation eine individuelle Beratung.


Fristverlängerung – Bundestag gewährt Steuerberatern mehr Zeit

Der Bundestag hat am Donnerstag, 28. Januar 2021, nach halbstündiger Aussprache den Entwurf von CDU/CSU und SPD zur Änderung des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (19/25795) in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung (19/26245) angenommen.

Mit dem Gesetzesbeschluss wird die Frist zur Abgabe einer Steuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2019 in den Fällen, in denen ein Steuerberater beauftragt wurde, um ein halbes Jahr verlängert.

Die regulär mit Ablauf des Monats Februar 2021 endende Steuererklärungsfrist nach Paragraf 149 Absatz 3 der Abgabenordnung für den Besteuerungszeitraum 2019 wurde um sechs Monate bis Ende August 2021 verlängert (soweit im Einzelfall nicht eine Anordnung nach Paragraf 149 Absatz 4 der Abgabenordnung ergangen ist).
Um sechs Monate verlängert wurde auch die Karenzzeit von derzeit 15 Monaten, in der keine Verzugszinsen auf die Steuerschuld erhoben werden (Paragraf 233a Absatz 2 Satz 1 der Abgabenordnung).

Im Zuge des Gesetzgebungsverfahrens änderte der Finanzausschuss auch das Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz. Die Änderung wurde als Artikel 1 in das Gesetz zur Änderung des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (19/25795) aufgenommen. Damit wird die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April 2021 für Unternehmen ausgesetzt, die staatliche Hilfeleistungen aus den zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie aufgelegten Hilfsprogrammen erwarten können. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass die Anträge im Zeitraum vom 1. November 2020 bis zum 28. Februar 2021 gestellt sind.

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