Die Anforderungen des digitalen Rechnungswesens an die Unternehmen waren das Thema des „Fachdialogs Steuern 4.0“ am 7. Februar 2019 in der IHK-Akademie.

Zu dieser Informationsveranstaltung mit Diskussionsrunde und Stehimbiss hatten am Donnerstag Abend die folgenden Kammern gemeinsam eingeladen: Handwerkskammer für Mittelfranken, Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken und die Steuerberaterkammer Nürnberg. Trotz Eisregens waren über einhundert kaufmännische Mitarbeiter, Unternehmer, Handwerker und Steuerberater der Einladung in die IHK-Akademie gefolgt.

Nach der Begrüßung durch Gerlinde Wanke, Vorsitzende im IHK-Rechts- und Steuerausschuss, stellte der Moderator des Abends, Dr. Moritz Alt, Hauptgeschäftsführer der StBK Nürnberg die Referenten vor und übergab direkt an den Geschäftsführer der HWK, Herrn Wohlfgang Uhl, der die Digitalisierung aus Sicht der Handwerker thematisierte.

Als Keynote-Speaker fungierte der Vorstandsvorsitzende der Datev, Dr. Robert Mayr, der humorvoll die neuesten Entwicklungen außerhalb des Rechnungswesens aufgriff, wie zum Beispiel die smarte Windel, die via App die Eltern informiert, dass es Zeit zum Wechseln ist. In die fachliche Materie stieg Steuerberater Wolf D. Oberhauser ein, der als Spezialist für das Thema Kassen und GoBD unter anderem die Probleme bei der Übernahme von ungeprüften Daten aus Vorsystemen aufzeigte. Speziell das Thema Kassen und die allseits gefürchtete „Kassennachschau“ beleuchtete Dr. Christoph Habammer, Vizepräsident des Bayerischen Landesamtes für Steuern.

Im Anschluss an die Fachvorträge beleuchteten die Referenten zusammen mit Frau Wanke und Dr. Alt das Thema aus den unterschiedlichen Sichtweisen (Unternehmer, Softwareanbieter, Steuerberater, Landesamt) in einer Diskussion. Besonders konstruktiv waren hier die Wortbeiträge und Fragen aus dem Publikum, die die alltäglichen Herausforderungen der Digitalisierung in den Mittelpunkt stellten. Einig waren sich alle Parteien am Ende, dass der aktuelle Übergang von Papier zu digital eine schwierige Phase darstellt und insbesondere die Tools zur Digitalisierung durch die unterschiedlichsten Anforderungen schwer in die bestehenden Prozesse zu integrieren sind.

Zum Ausklang der Veranstaltung trafen sich Teilnehmer und Referenten beim Stehimbiss. Hier wurden so manche Erfahrungen aber auch Tipps ausgetauscht. „Ich freue mich, dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind. Ein Austausch über die Berufe und Institutionen hinweg ist immer eine gute Sache – wir sind sehr zufrieden mit der heutigen Veranstaltung“ kommentierte Dr. Moritz Alt zum Ende des Abends.

 

 

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