Vollmachtsdatenbank

Login/Registrierung

Bitte beachten Sie, dass der Zugang nur über den Mitgliedsausweis der Steuerberaterkammer Nürnberg oder bei Untervollmachten über eine SmartCard für Berufsträger möglich ist. Falls Ihre Kanzlei noch nicht für die Vollmachtsdatenbank registriert ist, können Sie sich über den Mitgliedsausweis der Steuerberaterkammer Nürnberg registrieren.

Wichtiger Hinweis!

Wegen umfangreicher Wartungsarbeiten im Rechenzentrum der DATEV ist das Arbeiten mit der Vollmachtsdatenbank am 23.04.2017 von 06:00 - 14:00 Uhr nicht möglich.

 

Hinweis:
Falls Sie beim Start der Vollmachtsdatenbank die Meldung 
>>Die Aktion konnte aufgrund eines unbekannten Fehlers nicht durchgeführt werden.<<
erhalten, bestätigen Sie diese und löschen danach den Browserverlauf indem Sie STRG und F5 drücken.
Sie können danach wieder in der Vollmachtsdatenbank arbeiten.

Login/Registrierung

Allgemeine Informationen

Zum Jahresbeginn 2014 hat die Finanzverwaltung die vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt) eingeführt. Hierfür werden dem Steuerpflichtigen oder seinem Bevollmächtigten die zu seiner Person bei der Steuerverwaltung gespeicherten Daten elektronisch zur Verfügung gestellt. Die Finanzverwaltung bietet hierfür im ElsterOnline-Portal verschiedene elektronische Verfahren für die Berechtigung zum Datenabruf an. Diese sind für den Kanzleibetrieb jedoch weitgehend untauglich, sodass wir bereits frühzeitig als Alternative die sog. „Vollmachtsdatenbank“ (VDB) für den Berufsstand entwickelt haben.

Mit der VDB ist es uns gelungen, den Berufsangehörigen die Möglichkeit zu geben, die bei der Finanzverwaltung von Dritten hinterlegten Daten einzusehen, zu überprüfen und in die Steuererklärung ihrer Mandanten zu übernehmen. Diese neue Option signalisiert einen großen Erfolg für den Berufsstand.

Für den einzelnen Steuerberater bedeutet die VDB in erster Linie Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Das komfortable Massenverfahren ersetzt die aufwendige Verwaltung der persönlichen Identifikationsnummern der Mandanten für ELSTER-Online. Die neuen Integrationsmöglichkeiten in die EDV erleichtern die Prozesse rund um die Steuerberatung und minimieren durch Automatisierung Fehlerquellen. Die VDB erweitert die elektronische Kommunikation und rüstet Steuerberater für den Weg zur „papierarmen“ Kanzlei.

Zur elektronischen Verwaltung der Vollmachten, deren elektronischen Übermittlung (zunächst nur im Hinblick auf die VaSt) an die Steuerverwaltung und den sicheren Zugriff auf die bei der Finanzverwaltung elektronisch gespeicherten Daten steht die Nutzung der VDB zur Verfügung.

Im ersten Schritt erhalten Steuerberater einen Zugriff auf die bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten der Mandanten, das sind zunächst folgende Informationen:

• die vom Arbeitgeber bescheinigten Lohnsteuerdaten,
• Bescheinigungen über den Bezug von Rentenleistungen,
• Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherungen,
• Vorsorgeaufwendungen sowie
• Name, Adresse und weitere Grundinformationen.

Von Bedeutung ist dabei, dass aufgrund der gesetzlichen Übermittlungsfristen viele Daten nicht unmittelbar am 1. Januar sondern erst ab dem 28. Februar zur Verfügung stehen und folglich auch erst nach Übermittlung zum Abruf bereit stehen können. Nach dem Start der VaSt soll der Datenumfang stufenweise erweitert werden, so dass beispielsweise auch die Daten der Spendenbescheinigungen oder Kapitalertragsteuerbescheinigungen abgerufen werden können.

Zu beachten ist weiter, dass es nun eine standardisierte Vollmacht (Standardvollmacht) für steuerliche Zwecke gibt, deren Umfang in der Vollmachtsdatenbank eingetragen wird.
Weiteres finden Sie unter Ziff. 4.

Zum Abruf der elektronischen Daten (VaSt) können dann die von den Softwareanbietern zur Verfügung gestellten Programme oder alternativ die von der Finanzverwaltung im ElsterOnline-Portal angebotenen Verfahren genutzt werden.

In einem zweiten Schritt wird nach Einführung von GINSTER (Grundinformationsdienst Steuer) - voraussichtlich ab Mitte 2017 - die VDB über die derzeitige Mitteilung der Berechtigung  zum Datenabruf hinaus auch die Vollmachtsverwaltung umfassen, d.h. dass jede Änderung im Datenbestand der VDB täglich automatisch an GINSTER gesendet wird und somit auch im Datenbestand der Finanzverwaltung bundesweit verfügbar ist. Damit entfallen für den Steuerberater schriftliche Änderungsmitteilungen an die Finanzämter, wie z.B. bei Adressänderung, neuer Vollmachtsanzeige oder Änderung in den Stammdaten des Mandanten. Weiterhin wird auch die Berechtigung zur Steuerkontoabfrage dann über die VDB an die Finanzverwaltung übermittelt werden können.

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Kosten

Die Nutzung der VDB ist kostenpflichtig. Im Rahmen der Registrierung zur VDB wird ein entsprechender Nutzungsvertrag abgeschlossen, in dem die näheren Details geregelt werden. Die Vergütung für die Nutzung der VDB (ohne Service) beträgt pro Kalenderjahr pro Vollmacht 0,60 Euro netto zuzüglich gesetzlich geschuldeter Umsatzsteuer.

Ein Baustein für die Vorausgefüllte Steuererklärung

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Bundessteuerberaterkammer.

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Zugang über Kammermitgliedsausweis

Um sich für die Nutzung der VDB zu legitimieren, benötigen Steuerberater den Kammermitgliedsausweis mit Smartcard-Funktion, der als Berufsträgerausweis von der Steuerberaterkammer Nürnberg bereits für ihre Mitglieder kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Zwingende Voraussetzung für die Nutzung des Kammermitgliedsausweises als Smartcard ist die Eintragung im Verzeichnisdienst der DATEV, da die Eintragung bei jedem Abruf der Steuerdaten von der Finanzverwaltung zur Wahrung des Steuergeheimnisses geprüft wird.

Hierzu ist das Formular zur Identifizierung, das den Unterlagen zum Kammermitgliedsausweis beigefügt war, auszufüllen und zusammen mit der Ausweiskopie an die im Formular genannte Adresse zu senden. Um die im Kammermitgliedsausweis gespeicherten Daten auslesen und auch elektronisch nutzbar machen zu können, wird zudem ein SmartCard-Lesegerät und eine entsprechende Software benötigt.

Weitere Informationen, z. B. zu geeigneten SmartCard-Lesegeräten sowie die kostenlose Software „Sicherheitspaket compact“, stehen unter www.datev.de/kammermitgliedsausweis. Hier ist auch ein YouTube-Video zur Inbetriebnahme des Kammermitgliedsausweises zu finden.

Hinweis: Der Kammermitgliedsausweis wird mit den im Berufsregister gespeicherten Daten produziert. Veraltete oder fehlende Daten des Kammermitgliedsausweises können zu Einschränkungen bei den Anwendungsmöglichkeiten führen. Für die Lieferung einer Ersatzkarte (z.B. bei Verlust, Beschädigung oder Änderung von Zertifikatsdaten) wird gem. § 3 I Ziff. 14 Gebührenordnung eine Gebühr in Höhe von 25,00 EUR erhoben.

Bei Fragen zur Anwendung oder Inbetriebnahme des Kammermitgliedsausweises unterstützen Sie ergänzend auch unsere Mitarbeiter in der Geschäftsstelle.

Die Finanzverwaltung überprüft aus Sicherheitsgründen bei jedem Abruf von Steuerdaten die Signatur der verwendeten SmartCard. Wenn diese nicht identifiziert ist, erhalten Sie keinen Zugriff auf die bei der Finanzverwaltung gespeicherten Daten. Derzeit sind nur DATEV SmartCards von der Finanzverwaltung zugelassen. Hier finden Sie die notwendigen Informationen zur Einbindung der DATEV SmartCards in Ihre Software.

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Neue Standardvollmacht

zur Vertretung in Steuersachen

Bei Nutzung der VDB zum Abruf der elektronischen Daten aus der VaSt muss der Mandant den Berufsträger hierzu ausdrücklich schriftlich auf der Grundlage einer Standardvollmacht bevollmächtigen.

Die Standardvollmacht wurde mit BMF-Schreiben vom 10.10.2013 (IV A 3 – S 0202/11/10001 -, BStBl I S. 1258) eingeführt und mit BMF-Schreiben vom 03.11.2014 (IV A 3 – S 0202/11/10001 -, BStBl I S. 1400) nochmals überarbeitet, damit sie auch von Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern verwendet werden kann. 
Mit BMF-Schreiben vom 01.08.2016 – IV A 3 – S 0202/15/10001 wurde das amtliche Muster für eine Bevollmächtigung zur Vertretung in Steuersachen mit sofortiger Wirkung neu gefasst. Grund für die erneute Überarbeitung des Vollmachtsformulars ist, dass aus technischen Gründen die Steuerkontoabfrage weder sachlich noch zeitlich beschränkt werden kann. Besteht allerdings eine sachliche oder zeitliche Beschränkung der Vollmacht, kann der Vollmachtnehmer künftig nur dann zur (technisch nicht einschränkbaren) Steuerkontoabfrage zugelassen werden, wenn er vom Vollmachtgeber hierfür zum unbeschränkten Datenabruf bevollmächtigt wird. Zudem wurde ein amtliches Beiblatt zur Vollmacht zur Vertretung in Steuersachen eingeführt, in dem die Steuernummern aufgeführt werden müssen, für die die Bevollmächtigung gegenüber der Finanzverwaltung gelten soll.
Vollmachten, die nach den bisher veröffentlichten amtlichen Mustern (vgl. BMF-Schreiben vom 10.10.2013 bzw. 03.11.2014) erteilt wurden, gelten unverändert weiter. Für neu erteilte Vollmachten muss ab dem 01.08.2016 die neue Standardvollmacht verwendet werden.

Die Standardvollmacht geht vom Grundsatz einer umfassenden Bevollmächtigung aus. Es sind daher diejenigen Steuerarten und sonstigen Angelegenheiten anzukreuzen, für die die Vollmacht nicht gelten soll. 

Der Inhalt der Standardvollmacht wird elektronisch in der Vollmachtsdatenbank hinterlegt. Die Eingabe der Vollmacht erfolgt durch den Berufsangehörigen selbst, ebenso ist jede Änderung oder Löschung bei Beendigung des Mandates bzw. Widerruf der Vollmacht unverzüglich einzutragen.

Die elektronische Übermittlung des gesamten Inhalts der in der Vollmachtsdatenbank erfassten Vollmacht an die Finanzverwaltung erfolgt erst mit Einführung von GINSTER (Grundinformationsdienst Steuern) bei der Finanzverwaltung (voraussichtlich Mitte 2017). Die neue Standardvollmacht kann allerdings auf dem herkömmlichen Weg bereits für die Steuerkontoabfrage verwendet werden. Insoweit wird auf das BMF-Schreiben vom 07.05.2014 (IV A 3 – S 0202/11/10001 -, BStBl I S. 806) verwiesen.

 

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